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„Warum spielst DU gegen TTIP?“ – Statement von Moni Ka & Con.Passion (klickklackklub)

Wir haben die Künstler & Musiker, die am 30. April die Wägen unserer Tanzdemo beschallen und euch einheizen werden, gefragt: Warum macht ihr das? Was ist euch an der Demo wichtig, welche politische Message wollt ihr in die Welt hinaus-bassen?

Geantwortet haben uns diesmal Moni Ka und Con.Passion, die bei „Tanzen gegen TTIP“ zusammen den klickklackklub-Wagen bespielen werden. Von den hauseigenen klickklackklub-Partys, die aus Köln nicht mehr wegzudenken sind, kennen wir bereits die feinste elektronische Musik, aber v.a. auch die positive Energie und das Miteinander, für die die Beiden stehen.

Mit ihrem Mitwirken bei der Tanzdemo möchten die Beiden in erster Linie dafür kämpfen, dass genau solche Werte – das Miteinander, die Gemeinschaft, das WIR – erhalten bleiben und weiter verbreitet werden. Was zählt, ist nicht grenzenloses Wachstum, Konsum & Profit. Was zählt, ist das Gemeinwohl. Weil TTIP dieses bedroht, ist es für unsere Artists nicht verhandelbar!

Wir sind der festen Überzeugung, dass das geplante Freihandelsabkommen „TTIP“ verhindert werden muss! Warum? Weil wir der Meinung sind, dass das amerikanische Modell des Kapitalismus völlig versagt hat. Der „American Way of Life“ bringt uns die zunehmende Ghettoisierung, eine immer mehr aufklaffende Schere zwischen Arm und Reich, das Verschwinden des Mittelstands und die Herrschaft des Kapitals. Oxfam prognostizierte 2015, dass in diesem Jahr die reichsten 1% der Welt mehr besitzen werden, als die restlichen 99% zusammen!

Was ist Sinn des TTIP Abkommens: Die Erleichterung des Handels zwischen den USA und Europa und ein damit verbundener Wirtschaftswachstum. Kann das der richtige Weg sein? Ein stetig fortschreitender, also unendlicher Wachstum? NEIN! Aber wie besingt schon Pipi Langstrumpf so frei: „Wide wide witt, wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt“. Allerdings haben wir die Rechnung ohne Mutter Erde gemacht. Denn die Ressourcen sind endlich und der Motor unserer Zivilisation, das Öl, wird in nicht allzu ferner Zukunft versiegen. Wir aber treiben es fröhlich weiter, als gäbe es kein Morgen. Doch das böse Erwachen wird kommen und mit TTIP früher als gedacht!

Es wird Zeit, uns zu besinnen und vor allem uns zu beschränken! Wir dürfen nicht länger zulassen, dass wir vom Konsum und von Konzernen beherrscht werden! Freierer Handel bedeutet zugleich auch eine zunehmende Steigerung des Konsums. Es geht schließlich um Profit und ums Profitieren. Aber wer wird in erster Linie von TTIP profitieren? Sicher nicht wir, die kleinen Bürgerinnen und Bürger, die aber schon so oft die Suppe auslöffeln mussten, die uns die Banken und Konzerne eingebrockt haben! Um ein bisschen konkreter zu werden: Die Corporate Europe Observatory LobbyControl hat vor Kurzem eine Studie veröffentlicht, in der es um die regulatorische Zusammenarbeit geht. Ein zentraler Bestandteil von TTIP. In der Studie wird festgestellt, dass TTIP eine Gefahr für die demokratischen Grundsätze darstellt und sich negativ auf unser Gemeinwohl auswirkt. Sie zeigt darüber hinaus, dass TTIP aus der Zusammenarbeit von Großunternehmen und Behörden entstanden ist und somit ganz deutlich das Interesse großer transnationaler Unternehmen
an Regulierungsfragen widerspiegelt.

Wir müssen erkennen, dass wir nur in der Gemeinschaft stark sind. Es zählt das Gemeinwohl! Wir müssen weg vom Wachstumsmodell und hin zu mehr Umverteilung! Es macht keinen Sinn weiter auf absolute Individualität (einzelne Personen, Unternehmen oder Konzerne) zu setzen. Die „survival of the fittest“ -Mentalität ist längst überholt. Wenn wir als Gesellschaft mit einer funktionierenden
Infrastruktur weiterhin bestehen wollen, dann geht das nur mittels Kooperation. Und ein Abkommen, das im Geheimen verhandelt wird, in dem Konzerne die Möglichkeit haben Staaten zu verklagen, durch das Standards (bspw. Lebensmittelstandards – Stichwort: Hormonfleisch und Genfood) und Schutzniveaus (bspw. beim Datenschutz- Stichwort: Safe-Harbor-Abkommen) gesenkt werden und das  letztendlich die Umweltzerstörung weiter vorantreibt, ist alles andere als kooperativ und nicht hinnehmbar!

Klare Worte, die zum Nachdenken anregen! Auch wir finden TTIP „nicht hinnehmbar“ und freuen uns umso mehr über den Support der Beiden auf der Tanzdemo. Good vibes und Miteinander-Gefühl können wir immer gut gebrauchen!

Hörproben von Moni Ka & Con.Passion:

binschn

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